Reise zum Sängerfest nach Tallinn
Die Gemeinde Altenholz unterhält seit langer Zeit schon eine Partnerschaft mit der estnischen Gemeinde Lääne-Harju (Verwaltungssitz: Paldiski). Anlässlich des alljährlichen Sängerfestes Estlands in Tallinn führte das Städtepartnerschaftskommittee Altenholz eine Reise durch (03.-08.07.2025), um die Bande zwischen beiden Orten zu festigen. Zur Reisegruppe gehörten neben Mitgliedern des Kommittees auch Teile der Gemeindeverwaltung, eine Gruppe des Schulchors des Gymnasiums Altenholz und Teilnehmer der KOMPASS-Gemeinde (Kantorei Stift). Aus Tallinn berichtet unser Kreisschatzmeister Rainer Wiechert.
Schon bei der Landung in Tallinn wurde die Gruppe von dem bevorstehenden Ereignis begrüßt: Das Sängerfest war allgegenwärtig. Aber auch die Begrüßung durch die estnischen Partner hätte nicht schöner ausfallen können. So wurde die Reise schon zu Beginn ein unvergessliches Erlebnis. Die Gruppe teile sich allerdings auf, da der Schulchor sich gemeinsam mit dem Partnerchor in der Schule einquartierte. Alle anderen kamen in einer Holzhütten-Ferienanlage unter und ließen den ersten Abend mit einer stimmungsvollen Party ausklingen. Nur das Wetter in der Nacht hätte besser sein können.
Die nächsten Tagen standen dann voll und ganz im Zeichen der Musik und des Gesanges. Proben, Durchläufe, Korrekturen und mehr Proben waren für die Sänger und Sängerinnen die zentrale Beschäftigung, aber auch die Bevölkerung hatte Teil am Volksfest und begleitete die Parade der Chöre durch die Stadt mit lauten Jubelrufen. Die Eröffnung des Festivals durch eine Rede des estnischen Präsidenten und das entzünden einer Feuerschale wie bei den olympischen Spielen sorgten ebenfalls für Jubel und Begeisterung unter Chören und Publikum.
DIe Musik selbst war breit gefächert. Einige Chöre bzw. Dirigenten versuchten auch moderne Impulse in die Interpretationen zu geben, aber auch traditionelle Gesänge kamen nicht zu kurz und hatten einen eigenen Programmpunkt erhalten. Traditionellen Punkte einer Reise, etwa das Sightseeing der estnischen Hauptstadt Tallinn, wurde der Gruppe auch zugestanden, wenn auch der Fokus auf dem Sängerfest lag.
Die Stadtführung war vor allem Teil des vorletzten und letzten Reisetags, wenn auch nicht alles ohne Probleme verlief (teilweise unfertige Zimmer im Hotel, technische Missverständnisse zwischen estnischer Technologie und dem Stand der deutschen Digitalisierung). Schlussendlich stand aber die sichere Heimkehr und die Erinnerung an einen grandiosen Aufenthalt in einem wunderschönen Land.
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