Europa-Union auf Reisen: Torgau, Lutherstadt Wittenberg und Meißen
Reisen sind nicht bloßes Sightseeing, sondern verbinden Geschichte und Kultur miteinander. Torgau, Lutherstadt Wittenberg und Meißen sind drei äußerst geschichtsträchtige Ortschaften in Sachsen bzw. Sachsen-Anhalt, die jeweils eigene historische Schwerpunkte bedienen und dabei auch kulturell zu überzeugen und zu beeinflussten wissen. Der Einfluss ist so groß, dass selbst diese Reise zu moderner Dichtung inspiriert:
Wir waren zusammen auf Reisen,
in Torgau, zu Friedrich dem Weisen,
zu Luther und seinem "Herrn Käthe",
zu Friedrich dem Großen und seine späte
gewonnene Schlacht im 7-jährigen Krieg,
das war für Preußen ein großer Sieg.
Vom 17. bis zum 22. Juni 2026 war die Reisegruppe in dieser Gegend unterwegs, die geschichtsträchtiger kaum sein könnte. In Torgau selbst besichtigte die Reisegruppe zwei Orte, die mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in enger Verbindung stehen. Am 25. April 1945 trafen sich die russische und die amerikanische Armee in Strehla an der Elbe, kurz drauf wurde diese Begegnung auf der zerstörten Elbebrücke in Torgau nachgestellte, da das erste Foto nicht brauchbar war.
Das Treffen, das heute noch als "Elbe Day" jährlich in Torgau gefeiert wird, brachte das Foto mit dem Titel "Handschlag von Torgau" bzw. "East meets West" hervor, das in der Berichterstattung großen Anklang fand. Es steht symbolisch für den gemeinsamen Kampf der Alliierten gegen die Gräueltaten des Dritten Reichs. Das sowjetische Denkmal in der Nähe des Elbufers erinnert ebenfalls an dieses Ereignis.

In Wittenberg konnten wir lesen,
die 95 lutherischen Thesen,
damit veränderte er die Welt.
Vergebung der Sünden,
aber bitte ohne Geld.
Besser lässt sich die Bedeutung von Lutherstadt Wittenberg kaum beschreiben. Die Altstadt und die Klosterkirche (nicht im Bild) sind echte Wahrzeichen der Stadt, in der die Reformation ihren Anfang nahm. Heute besticht die Stadt vor allem durch die genannte malerische und historische Altstadt und die vielen Sehenswürdigkeiten, die allein schon eine mehrtägige Reise wert sind.
Kirchen allerdings gab es auch andernorts zu besichtigen, etwa die Kirche Elsnig, in der der oben genannte Friedrich der Große verletzt die Schlacht von Torgau ausharren musste. Es war die letzte große Schlacht des siebenjährigen Krieges. Auch ohne Zutun des Königs ging Preußen siegreich aus dieser Begegnung hervor und konnte sich nach Ende des Krieges als fünfte Großmacht in Europa etablieren.

Meißen als dritte Station bot vor allem für das Auge viel filigrane Detailarbeit. Berühmt ist die Stadt für ihr Porzellan geworden und man kommt nicht umhin, dieses bei einem Ausflug in den örtlichen Schauwerkstätten zu begutachten. Ein Erlebnis, das viele beeindruckte Gesichter in der Reisegruppe hervorrief. Daneben kann die Stadt allerdings auch eine wundeschöne Altstadt nebst Burg und Dom aufbieten und ist ebenfalls für längere Aufenthalte prädestiniert.
Wir danken Fritz Garben, einem der Teilnehmer dieser Gruppe, herzlich für seine lyrische Aufarbeitung der Erlebnisse und unserer Vorsitzenden, Uschi Bethke, für die Organisation dieser unvergesslichen Reise!

- Aufrufe: 115

